Rechtsanwältin und Expertin für nachhaltige Unternehmensstrategien

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Nachhaltigkeit bringt Umsatz

Zwei aktuelle Studien in Zusammenarbeit mit der WirtschaftsWoche zeigen, welche Unternehmen aus Sicht deutscher Konsumenten sozial und ökologisch am nachhaltigsten handeln - und belegen, dass Unternehmen mit einer verantwortungsvollen Unternehmensausrichtung auch mehr Umsatz machen.

Zunächst wurden 7700 Konsumenten befragt, für wie grün und sozial sie die wichtigsten von ihnen konsumierten  Marken in Deutschland halten. Auf Platz 1 landete Claus Hipp, der Produzent von Babynahrung. Auf dem 2. und 3. Platz stehen die Babynahrungsmarke Alete und der Automobilkonzern BMW. Schlusslicht bilden der Handynetzbetreiber O2, der Discounter Kik und die insolvente Drogeriekette Schlecker.

Es fällt auf, dass alle untersuchten Marken schlechter abschneiden als im vergangenen Jahr. Denn die Verbraucher sind kritischer geworden. Immer genauer wollen sie wissen, ob Unternehmen die Umwelt stärker belasten als notwendig, ob sie ihre Mitarbeiter ausbeuten, wie sparsam sie mit Ressourcen umgehen.

Die Studie hat auch ausgerechnet, dass knapp 15 Prozent des Images einer Marke von Themen wie Umweltschutz, fairem Umgang mit Mitarbeitern und Ressourcenschonung beeinflusst werden. Damit ist Nachhaltigkeit ein ebenso wichtiger Faktor wie Qualität, Attraktivität des Produkts und wirtschaftlicher Erfolg der Marke.

Mehr noch: Eine auf den Ergebnissen der Umfrage basierende Folgestudie  konnte nachweisen, dass Unternehmen mit einem grünen Image auch mehr Umsatz machen. Im Durchschnitt trägt eine verantwortungsvolle Unternehmensausrichtigung mit rund 5 Prozent zum Umsatz bei. Ein besonders erfolgreiches Beispiel liefert hier der Tiefkühlkosthersteller Frosta: die Studie hat errechnet, dass 15,6 Prozent des Umsatzes von Frosta auf seine Nachhaltigkeits-Strategie zurückzuführen ist.

Es lohnt sich also für Unternehmen, sich ein nachhaltiges Markenimage aufzubauen. Wichtig dabei ist, dass das kommunizierte Bild mit echten Maßnahmen einhergeht. Nur so bleibt das Unternehmen authentisch und transparent und vermeidet den Vorwurf des Greenwashings.

Den Artikel in der Wirtschaftswoche vom 04.06.2012 mit den wesentlichen Ergebnissen der beiden Studien können Sie unter diesem Link kostenlos herunterladen.